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Digitale Transformation des Lernens (Teil1)

Digitale Transformation des Lernens
Hand aufs Herz:

Haben Sie schon mal etwas von „TelE-Learning“ gehört ? (Anm.: genau diese Schreibweise!)
Oder von „“Blended Learning“?
Vielleicht von „Tele Teaching“?
Haben Sie schon einmal einen „Virtual Classroom“ besucht?

Nein?
Vielleicht ist dann der folgende Blogbeitrag für Sie interessant…

Zunächst jedoch zu etwas ganz anderem:

Sie haben in irgendeiner Weise mit Schulungen zu tun? Sehr gut…

Vielleicht können Sie dann zwei einfache Fragen beantworten:

Was schätzen Sie?

„Wie oft stehen bei der Durchführung von Schulungsveranstaltungen nicht die eigentlichen Lerninhalte im Vordergrund, sondern vielmehr die Organisation und Administration des jeweiligen Schulungsevents?“

und

„Wie oft wird in dieser Hinsicht auch die magische Grenze überschritten, die dann angemessene und unverzichtbar gewordene Aus- und Weiterbildungsmassnahmen ernsthaft gefährdet?“

Um Ihnen ein Beispiel zu geben:

Die Aussage des System-Administrators Beat H. aus Zürich:

„Seit Monaten versucht mein Team, das Know-how für die Projekte A, B und C zu erlangen, aber die Schulungen kommen einfach nicht zustande…“

ähnelt markant dem Statement der 8-köpfigen Sales Manager / Engineer Group , die – über ganz Europa verteilt – erfolglos seit einem halben Jahr versucht, fortgeschrittene technische Kenntnisse über eine Software zu erlangen, die sie im nächsten Quartal ihren Kunden anbieten will. Dies, um durch eine anschliessende Zertifizierung beim Hersteller der Software den Status eines zertifizierten Partners zu erlangen...

Unser Augenmerk fällt vielleicht auch auf die grosse Gruppe der Werkstudenten eines Unternehmens, das Niederlassungen in der ganzen Schweiz unterhält und eben jene Studenten drei bis vier Mal im Jahr zu kostenintensiven mehrtägigen Ausbildungen in die Metropolen entsenden muss.

Probleme allerorten, als da wären…

_die terminliche Planung und Abstimmung der Beteiligten untereinander
_ihre typischerweise zeit- und kostenaufwändige Anfahrt und Unterbringung,
_und insbesondere auch die mehrtägigen Unterbrechungen ihrer Projekte durch ihre Abwesenheit

Damit noch nicht genug:

Hinzu kommen unvorhersehbare Ereignisse bei herkömmlichen, zentralistisch organisierten Schulungsveranstaltungen:

Die Gruppe der am weitesten entfernten Niederlassung „A“ trifft verspätet zu der einwöchigen Schulung ein, die angehenden Developer der  Niederlassung „B“ gar nicht.

Diese hoch spezialisierten, kosteneffizienten und  handverlesenen Developer der Entwicklungsabteilung sind samt und sonders Freelancer und somit noch weiter geographisch über Europa verteilt als die Employees des Unternehmens. Und sie stellen traditionell am Vortag der Schulung fest, dass der Code, den sie in drei Tagen abgeben müssen, doch noch einmal der Überarbeitung bedarf und stornieren gleich die ganze Veranstaltung…

Und selbst wenn dann doch noch unter günstigsten Bedingungen die Organisation des jeweiligen Schulungsevents perfekt umgesetzt wird: Nach Ende der Schulung droht das Damoklesschwert der berüchtigten…

Vergessenskurve nach Ebbinghaus

Auch das noch…

Fakt: Eine Woche nach Beendigung der Schulung sind typischerweise weniger als 30% der geschulten Inhalte präsent in den sogenannten und zu Recht so bezeichneten „flüchtigen Speichern“ – den Köpfen der Teilnehmer…

Nun, in Unternehmungen sind diese Problematiken gemeinhin bekannt, weil sie schnell und nachhaltig an die Oberfläche und damit in das Visier der Verantwortlichen kommen.

Aber selbstverständlich gelten diese Randbedingungen in noch verstärktem Mass als Einschränkung für die Vielzahl der jungen Einzelpersonen, die erst am Anfang ihrer Ausbildung und Karriere in der Informationstechnologie stehen.

Diese sind zumeist gezwungen, selbst ihren privaten Wohnsitz vorrangig unter dem Gesichtspunkt ihrer Ausbildung an einem bestimmten Ort auswählen zu müssen.

Die Behauptung lautet nun: Dies muss nicht so sein. Punkt.

Und hier sei eine konstruktive Randbemerkung gestattet:

Wie wäre es wohl aus der Sicht der Verantwortlichen zu bewerten, wenn

    das gesamte Schulungsevent noch bis zu 14 Tage nach dem eigentlichen Schulungstermin
    als komplette Aufzeichnung mit sämtlichen Schulungsinhalten,
    sämtlichen Diskussionen, Fragestellungen und zusätzlichen Erläuterungen und Beispielen
    beim Schulungsanbieter weitere vier Wochen online abrufbar wäre?

Und zwar zur bestmöglichen Unterstützung der Teilnehmer nach dem eigentlichen Schulungsevent und als höchst effektive Gegenmassnahme zur unvermeidlichen Vergessenskurve.

Aber was hat das alles zu tun mit dem eigentlichen Thema unseres kleinen Blog Beitrags?

Ihre Neugierde ist geweckt?  Das freut mich.

Bis zur nächsten Woche und zum nächsten Teil von „Die digitale Transformation des Lernens“

Ende Teil 1...