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ICT-Fachmann/-frau oder Informatiker/in EFZ? So findest du den passenden Berufsumstieg in die Informatik

ICT Fachmann/-frau oder Informatiker/in EFZ? Finde es heraus.

Du hast ein EFZ und Berufserfahrung oder eine Matura und willst in die Informatik wechseln. Dann stehst du schnell vor der Kernfrage: Startest du breit als ICT-Fachmann/-frau EFZ oder gehst du direkt in die Vertiefung als Informatiker/in EFZ (Applikationsentwicklung oder Plattformentwicklung)?

An der WISS kannst du diese Wege als verkürzte EFZ-Grundbildung für quereinsteigende Erwachsene und Maturand/innen absolvieren. Wenn du auf einen Starttermin im August 2026 planst, lohnt es sich, die Entscheidung jetzt im März/April 2026 sauber zu treffen – inklusive Praktikumsperspektive und Standortwahl.

 

In 30 Sekunden: Worum geht’s bei den drei Wegen?

Ausbildung

Dein Ziel

Inhalt

ICT-Fachmann/-frau EFZ

Breit einsteigen

Support, Betrieb, Troubleshooting, viel Kontakt zu Userinnen und Usern

Informatiker/in EFZ Applikationsentwicklung

Software entwickeln

Anforderungen verstehen, programmieren, testen, verbessern

Informatiker/in EFZ Plattformentwicklung

Plattformen betreiben

Cloud/Server/Netzwerke stabil, sicher und skalierbar halten

Den Überblick zu allen Optionen findest du auf der Berufsumstieg-Landingpage der WISS: Berufsumstieg Informatik EFZ (Übersicht).

Inhalt

  • Kurzüberblick – die drei Wege im Berufsumstieg 
  • 10 Fragen, die dich zur passenden Ausbildung führen 
  • Was machst du später im Job? Alltag & Aufgaben 
  • Dauer & Standorte – warum 2 Jahre in Zürich und 3 Jahre in Bern/St. Gallen? 
  • Praktikum – die wichtigste Realitätsfrage (und wie du sie löst) 
  • Voraussetzungen & Erfolgstreiber 
  • FAQ

1. Kurzüberblick – die drei Wege im Berufsumstieg

Hier geht’s bewusst nicht um «besser oder schlechter», sondern um Passung: Alltag, Denkweise, Einstieg und Praktikum.

 

1) ICT-Fachmann/-frau EFZ für Berufsumsteigende (2 Jahre / 4 Semester)

Wenn du möglichst breit einsteigen willst: Support, Betrieb, Troubleshooting, Geräte und Accounts, einfache Automationen und viel Nähe zu Teams. Du bist oft dort, wo es dringend ist – und bringst Systeme und Menschen wieder ins Laufen.

Mehr Details findest du auf der Lehrgangsseite: ICT-Fachmann/-frau EFZ für quereinsteigende Erwachsene

2) Informatiker/in EFZ für Berufsumsteigende – Applikationsentwicklung

Wenn du Software entwickeln willst: Anforderungen verstehen, Lösungen konzipieren, programmieren, testen, verbessern. Du arbeitest strukturiert und lernst, komplexe Probleme in klaren, wartbaren Code zu übersetzen.

Lehrgangsseite: Informatiker/in EFZ (Applikationsentwicklung) für quereinsteigende Erwachsene

3) Informatiker/in EFZ für Berufsumsteigende – Plattformentwicklung

Wenn dich Infrastruktur, Cloud, Netzwerke, Betrieb und Security reizen: Plattformen aufbauen, stabil halten, überwachen, absichern und (wo sinnvoll) automatisieren. Du denkst in Systemen, Abhängigkeiten und Stabilität.

Lehrgangsseite: Informatiker/in EFZ (Plattformentwicklung) für quereinsteigende Erwachsene

 

Vergleich: ICT-Fachmann/-frau vs. Informatiker/in Applikationsentwicklung vs. Informatiker/in Plattformentwicklung

Kriterium

ICT-Fachmann/-frau EFZ

Informatiker/in EFZ – Applikationsentwicklung

Informatiker/in EFZ – Plattformentwicklung

Worum geht’s im Alltag?

Support, Betrieb, Geräte/Accounts, Troubleshooting, Nähe zu Userinnen und Usern

Software bauen: Features entwickeln, testen, Bugs beheben, Anforderungen klären

Plattformen betreiben: Cloud/Server/Netz, Monitoring, Security, Automatisierung

Denkweise

Pragmatisch, serviceorientiert, schnell Lösungen finden

Analytisch, strukturiert, «vom Problem zum Code»

Systemisch, stabilitäts- und sicherheitsorientiert

Typische Stärken

Kommunikation, Geduld, Troubleshooting, Priorisieren

Logik, Ausdauer, sauberes Arbeiten, Lernfreude beim Programmieren

Sorgfalt, Verantwortungsgefühl, Technik-Neugier, «Fehler finden, bevor sie passieren»

Einstieg fühlt sich an wie…

«Ich helfe, wenn es klemmt und lerne breit.»

«Ich baue etwas, das funktioniert – Schritt für Schritt.»

«Ich mache Systeme robust und verstehe Zusammenhänge.»

Mini-Portfolio (für Praktikum/Jobs)

Homelab-Dokumentation, Ticket-Fallbeispiele, Skripte, Setup-Guides

kleine App, Schnittstellen (APIs), Tests, GitHub-Repository, Demo-Video

Docker- oder Cloud-Lab, Monitoring, Infrastruktur-als-Code-Snippets, Netzwerkplan, Security-Basics

Praktikums-Zielrollen

ICT Support, Junior Service Desk, IT Operations Support

Junior Developer, Software Engineer (Junior), Testing-nah

Junior System Engineer, Cloud/Platform Operations (Junior), Network/Infrastructure (Junior)


2. 10 Fragen, die dich zur passenden Ausbildung führen

Der Check bringt dich von «klingt spannend» zu «passt zu meinem Alltag und meinem Praktikumsziel». Lies jede Frage und entscheide spontan, welche Richtung besser zu dir passt – so kristallisiert sich dein Weg Schritt für Schritt heraus

>> So liest du die Antworten: Wenn …, dann … 

1) Willst du täglich viel mit Menschen und Anfragen zu tun haben?

  • Wenn du gern direkt hilfst, erklärst, beruhigst und priorisierst → eher ICT-Fachmann/-frau EFZ.
  • Wenn du lieber länger konzentriert an einer Sache arbeitest → eher Applikationsentwicklung oder Plattformentwicklung.

    2) Macht es dir Freude, Dinge «sichtbar» zu bauen (Feature/Produkt)?

  • Wenn du gerne etwas entwickelst, das Userinnen und User nutzen → eher Applikationsentwicklung.
  • Wenn du lieber «unter der Haube» arbeitest (Stabilität/Plattform) → eher Plattformentwicklung.

    3) Wie reagierst du auf unklare Fehlermeldungen und Zeitdruck?

  • Wenn du ruhig bleibst, fragst, eingrenzt und pragmatisch löst → eher ICT-Fachmann/-frau EFZ oder Plattformentwicklung.
  • Wenn dich das stark stresst und du lieber planbar arbeitest → oft Applikationsentwicklung (nicht immer, aber häufig).

    4) Was reizt dich mehr: Programmieren oder Systeme betreiben?

  • Wenn du wirklich Lust auf Programmieren hast (auch wenn es anstrengend ist) → Applikationsentwicklung.
  • Wenn du Cloud, Server und Netzwerke spannend findest → Plattformentwicklung.
  • Wenn du beides okay findest, aber breit starten willst → ICT-Fachmann/-frau EFZ.

    5) Kannst du stundenlang an einer Logik- oder Code-Stelle dranbleiben?

  • Wenn du dranbleiben kannst und Debugging dich eher motiviert → Applikationsentwicklung.
  • Wenn du eher abwechslungsreiche Tasks brauchst → ICT-Fachmann/-frau EFZ (oder Plattformentwicklung, je nach Umfeld).

    6) Wie wichtig ist dir planbare Arbeit – im Vergleich zu Betrieb und Verfügbarkeit?

  • Wenn du eher planbare Entwicklungsphasen willst → Applikationsentwicklung.
  • Wenn du Stabilität, Monitoring und Betrieb okay findest (und Verantwortung spannend) → Plattformentwicklung.
  • Wenn du Servicezeiten und klare Übergaben bevorzugst → häufig ICT-Fachmann/-frau EFZ.

    7) Welche Art Probleme willst du lösen?

  • «Person kann nicht arbeiten, Tool spinnt» → ICT-Fachmann/-frau EFZ.
  • «Feature soll X können, aber sauber und wartbar» → Applikationsentwicklung.
  • «System soll laufen, sicher sein, skalieren» → Plattformentwicklung.

    8) Wie wichtig ist dir Kommunikation als Kernbestandteil des Jobs?

  • Wenn du gerne erklärst und Erwartungen managst → ICT-Fachmann/-frau EFZ.
  • Wenn Kommunikation okay ist, aber Fokus auf Umsetzung liegt → Applikationsentwicklung oder Plattformentwicklung.

    9) Was würdest du eher in deiner Freizeit ausprobieren?

  • PC aufsetzen, Netzwerk/WLAN optimieren, Troubleshooting → ICT-Fachmann/-frau EFZ oder Plattformentwicklung.
  • Kleine App, Website, Script, Game-Mod → Applikationsentwicklung.
  • Docker, Linux, Cloud-Services, Monitoring → Plattformentwicklung.

    10) Welche Art Erfolgserlebnis motiviert dich mehr?

  • «Problem gelöst, Person kann weiterarbeiten» → ICT-Fachmann/-frau EFZ.
  • «Feature live, Tests grün, Code sauber» → Applikationsentwicklung.
  • «System stabil, Alerts ruhig, Security im Griff» → Plattformentwicklung.

So wertest du den 10FragenCheck aus: 

  • Jedes Mal, wenn du bei einer Frage ICT-Fachmann/-frau EFZ markiert hast, gibst du 1 Punkt auf ICT.
  • Jedes Mal, wenn du Informatiker/in EFZ Applikationsentwicklung markiert hast, gibst du 1 Punkt auf Applikationsentwicklung.
  • Jedes Mal, wenn du Informatiker/in EFZ Plattformentwicklung markiert hast, gibst du 1 Punkt auf Plattformentwicklung.

Am Ende hast du drei Punktzahlen (max. 10 Punkte pro Weg).

Ergebnis lesen

ICT-Fachmann/-frau EFZ hat die meisten Punkte:
Du willst breit einsteigen, nah an Userinnen und Usern arbeiten und Troubleshooting sowie Betrieb lernen. Du magst Abwechslung, Priorisieren und pragmatische Lösungen.

Applikationsentwicklung hat die meisten Punkte:
Du willst Software entwickeln und dich über Programmieren, sauberes Umsetzen und Testen profilieren. Du magst konzentriertes Arbeiten und findest es motivierend, wenn am Ende ein Feature „steht“.

Plattformentwicklung hat die meisten Punkte:
Du willst Plattformen, Cloud, Netzwerke und Server verstehen und stabil sowie sicher betreiben. Du denkst gern in Systemen, Zusammenhängen und „Was braucht es, damit es zuverlässig läuft?“.

Wenn die Punktzahlen nahe beieinander liegen 

Auch das kann vorkommen – gerade, wenn du breit interessiert bist oder noch wenig Praxisvergleich hast. Lass dich davon nicht unter Druck setzen. Nutze dann diese zwei Entscheidungshilfen (in dieser Reihenfolge):

Der „Schmerztest“ (sehr zuverlässig):

Was würdest du eher üben, wenn es mühsam wird?
Lieber Programmieren/Fehlersuche im Code → eher Applikationsentwicklung
Lieber Systeme/Cloud/Monitoring/Netzwerk-Fehlersuche → eher Plattformentwicklung
Lieber Menschen helfen, Probleme eingrenzen, Lösungen schnell umsetzen → eher ICT-Fachmann/-frau EFZ

Der Rollen-Test fürs Praktikum (realitätsnah):

Welche Praktikumsrolle kannst du dir in 6–12 Monaten am ehesten vorstellen und belegen?

  • ICT Support / Service Desk / IT Operations Support → ICT-Fachmann/-frau EFZ
  • Junior Developer / Software Engineer (Junior) → Applikationsentwicklung
  • Junior System Engineer / Cloud/Platform Operations (Junior) → Plattformentwicklung

3. Was machst du später im Job? Alltag & Aufgaben

Damit du nicht «ins Blaue» wählst, hier typische Aufgaben – so, wie sie sich im Alltag anfühlen.

ICT-Fachmann/-frau: Support, Betrieb und Troubleshooting nahe an Userinnen und Usern

Du bist häufig die Person, die Probleme schnell, sauber und verständlich löst. Typisch sind:

  • Tickets bearbeiten (Login, Berechtigungen, Hardware, Software, Drucker, Collaboration-Tools)
  • Geräte einrichten und betreuen (Notebooks, Peripherie, Mobile Device Management)
  • Standard-Services betreiben (User-Accounts, einfache Automationen, Updates)
  • Fehler eingrenzen: Was ist wirklich das Problem – und wie löse ich es nachhaltig?
  • Dokumentieren, damit es beim nächsten Mal schneller geht

Wenn du gern hilfst, gut erklärst und pragmatisch priorisieren kannst, ist das ein sehr passender Einstieg.

Informatiker/in Applikationsentwicklung: Software entwickeln, testen und verbessern

Du baust Software nicht «einfach drauflos», sondern strukturiert:

  • Anforderungen klären (Was soll das Feature wirklich lösen?)
  • Applikationen entwickeln, erweitern und verbessern
  • Tests schreiben, Bugs finden und beheben
  • Versionierung (Git), Code-Reviews, Zusammenarbeit im Team
  • Kleine bis mittlere Systeme verstehen: Datenmodelle, Schnittstellen (APIs), Integrationen

Wenn du Freude an Logik, sauberem Arbeiten und langfristigem Denken (Wartbarkeit) hast, bist du hier richtig.

Informatiker/in Plattformentwicklung: Plattformen, Cloud und Netzwerke stabil betreiben

Du sorgst dafür, dass Systeme stabil laufen – nicht nur «heute», sondern auch morgen:

  • Server- und Cloud-Services bereitstellen und betreiben
  • Netzwerkgrundlagen anwenden (je nach Umfeld)
  • Monitoring und Logging: Probleme erkennen, bevor Userinnen und User sie melden
  • Security-Basics ernst nehmen: Updates, Berechtigungen, Härtung, Backups
  • Automatisierung (Skripting und je nach Stack auch Infrastruktur-als-Code-Ansätze)

Wenn dich Zusammenhänge, Stabilität und Security reizen und du gern systemisch denkst, passt Plattformentwicklung sehr gut.

4. Dauer & Standorte – warum 2 Jahre in Zürich und 3 Jahre in Bern/St. Gallen

Bei den Angeboten für Berufsumsteigende gibt es je nach Standort unterschiedliche Gesamtdauern. Das ist kein «Trick», sondern eine organisatorische Realität: Je nach Standort ist die Ausbildung anders getaktet und über die Zeit verteilt.

Starttermine im August 2026 (Stand heute auf wiss.ch):

  • ICT-Fachmann/-frau EFZ (Zürich): Start 20.08.2026
  • Informatiker/in EFZ (Zürich, Applikationsentwicklung oder Plattformentwicklung): Start 20.08.2026
  • Informatiker/in EFZ (Bern und St. Gallen, Applikationsentwicklung oder Plattformentwicklung): Start 18.08.2026

Die kurze Standortlogik: In Zürich ist der Berufsumstieg kompakter organisiert (2 Jahre/4 Semester). In Bern und St. Gallen ist der Berufsumstieg bei Informatiker/in EFZ über 3 Jahre verteilt. Für deine Entscheidung ist wichtiger als «kürzer oder länger»: Passt der Standort zu deinem Alltag (Pendeln, Lernzeit, Praktikum) und zu deinem Zielprofil?

5. Praktikum – die wichtigste Realitätsfrage (und wie du sie löst)

Beim Berufsumstieg ist das Praktikum oft der Moment, in dem sich entscheidet, wie gut Theorie und Praxis zusammenkommen. Die wichtigste Frage ist deshalb nicht «Was klingt spannend?», sondern:

"Kannst du dir bis zum Praktikum ein Profil aufbauen, mit dem ein Betrieb dich realistisch einsetzen kann?"

Warum das Praktikum zentral ist 

  • Betriebe wollen sehen, dass du nicht nur Interesse, sondern Arbeitsproben und Lernroutine mitbringst.
  • Ein Praktikum ist häufig dein stärkster Türöffner: Du bekommst reale Aufgaben, Referenzen und ein Umfeld, das dich wachsen lässt.

Was du vor dem Praktikum aufbauen kannst (Mini-Portfolio-Ideen) 

Für ICT-Fachmann/-frau EFZ:

  • Ein kleines Homelab-Setup (z. B. PC/virtuelle Maschinen) dokumentieren: Benutzer, Rechte, Updates, Backup-Logik
  • Eine kurze Setup-Anleitung: «So richte ich einen Laptop für neue Mitarbeitende ein»
  • 2–3 typische Ticketfälle als Mini-Fallstudien: Problem → Analyse → Lösung → Prävention

Für Informatiker/in EFZ Applikationsentwicklung:

  • Ein kleines Projekt, das man live zeigen kann (z. B. ToDoApp, Budget-Tracker, Lern-App)
  • Ein GitHub-Repository mit sauberem README («Was kann die App? Wie starte ich sie?»)
  • 1–2 kurze Videos oder Screenshots: «So funktioniert’s»
  • Optional: einfache Tests oder eine klare Projektstruktur (zeigt Reife, auch als Junior)

Für Informatiker/in EFZ Plattformentwicklung:

  • Mini-Projekt: Einen Service mit Docker aufsetzen plus einfacher Monitoring-Ansatz
  • Infrastruktur-Dokumentation: Netzwerk-Skizze, Benutzer-/Rechte-Konzept, Backup-Plan
  • Kleine Automatisierung (Script), z. B. Log-Check oder Health-Check

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

  • Zu spät beginnen: «Portfolio mache ich dann irgendwann.» → Setz dir früh eine Routine: jede Woche sichtbar etwas bauen oder dokumentieren.
  • Kein Projekt vorweisen: Interesse ist gut – Arbeitsproben sind besser.
  • Falsche Rollenbewerbung: Wenn du Applikationsentwicklung willst, aber nur Support-Beispiele hast (oder umgekehrt), wirkt das unklar.
  • Nur Konsum, kein Output: Tutorials sind okay – aber du brauchst Resultate: Repository, Dokumentation, Screenshots, Fälle.

6. Voraussetzungen & Erfolgstreiber

Du musst kein «IT-Genie» sein. Aber du brauchst ein paar realistische Grundlagen – und vor allem eine Lernroutine.

Mathe, Englisch und Logik: realistisch einordnen

  • Mathe: Du brauchst selten «höhere Mathematik», aber logisches Denken, sauberes Arbeiten und die Bereitschaft, Probleme zu zerlegen.
  • Englisch: Viel Dokumentation und Fehlersuche ist auf Englisch. Du musst nicht perfekt sein, aber lesen und verstehen sollte machbar sein.
  • Frustrationstoleranz: Fehler gehören dazu. Entscheidend ist, ob du dranbleiben kannst.

Lernroutine neben Job (oder neben anderen Verpflichtungen)

Berufsumstieg heisst: Du baust neue Kompetenz auf. Das klappt am besten mit:

  • Fixen Lernfenstern (zum Beispiel 3× pro Woche 60–90 Minuten)
  • Einer einfachen Routine: lernen → anwenden → dokumentieren
  • Kleinen Zielen: jede Woche ein sichtbarer Fortschritt (Commit, Dokumentationsseite oder gelöstes Ticket-Beispiel)

Für wen welcher Weg eher nicht passt

ICT-Fachmann/-frau EFZ ist eher nicht passend, wenn…

  • du konsequent keinen Kontakt mit Userinnen und Usern willst und Erklären dich nervt.
  • du schlecht damit umgehen kannst, dass Aufgaben oft «reinkommen» und Prioritäten wechseln.

Informatiker/in EFZ Applikationsentwicklung ist eher nicht passend, wenn…

  • du Programmieren nur «okay» findest, aber nicht bereit bist, regelmässig zu üben.
  • du schnelle Erfolgserlebnisse brauchst und Debugging dich sofort demotiviert.

Informatiker/in EFZ Plattformentwicklung ist eher nicht passend, wenn…

  • du Betrieb und Stabilität grundsätzlich langweilig findest und Security dich nicht interessiert.
  • du ungern Verantwortung übernimmst und sehr sorgfältiges Arbeiten dir schwerfällt.

FAQ – häufige Fragen zum Berufsumstieg in die Informatik mit EFZ

Brauche ich Vorkenntnisse in Informatik, um starten zu können?

Hilfreich sind Neugier, Lernroutine und ein realistischer Blick auf den Aufwand. Vorkenntnisse sind kein Muss aber du solltest früh damit beginnen, dir kleine Arbeitsproben aufzubauen (zum Beispiel eine Dokumentation, ein kleines Programmierprojekt oder ein einfaches Homelab). Das hilft dir später besonders beim Praktikum.

Wie entscheide ich zwischen Applikationsentwicklung und Plattformentwicklung, wenn mich beides interessiert?

Frag dich, wofür du eher Zeit investieren würdest, wenn es schwierig wird: Beim Programmieren (Applikationsentwicklung) oder beim Verstehen von Systemen, Infrastruktur und Stabilität (Plattformentwicklung). Ein guter Test ist, in zwei Wochen je ein Mini-Projekt zu machen: eine kleine App versus ein kleines Infrastruktur-Setup mit Dokumentation.

Wie wichtig ist Mathematik wirklich?

Wichtiger als «Schulmathe auf hohem Niveau» sind logisches Denken, strukturiertes Vorgehen und sauberes Arbeiten. Du wirst Aufgaben haben, bei denen du präzise sein musst – aber du musst nicht Mathematiker/in sein, um in der Informatik erfolgreich zu werden.

Wann sollte ich mit der Praktikumsvorbereitung beginnen?

Früher als die meisten denken. Sobald du eine Tendenz für deinen Schwerpunkt hast, lohnt es sich, kleine Arbeitsproben aufzubauen und typische Rollenprofile anzuschauen. So bewirbst du dich später nicht «irgendwie», sondern passend zur Zielrolle.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach dem EFZ in Informatik oder ICT?

Nach dem EFZ ist der Weg nicht «zu Ende» – im Gegenteil. Sinnvoll ist meist zuerst Berufserfahrung, danach Spezialisierung. Einen guten Überblick über typische nächste Schritte findest du hier: Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Informatiklehre.

Nächster Schritt: Infoanlass Ende April sichern oder Beratung nutzen

Wenn du auf Starttermine im August 2026 hinarbeitest, ist ein Infoanlass Ende April ein sehr sinnvoller nächster Schritt. Dort klärst du Ablauf, Zeitvarianten und Praktikum realistisch, bevor du dich festlegst.

Alle Veranstaltungen im Überblick findest du hier: WISS Veranstaltungen & Infoanlässe

Wenn du zu ICT-Fachmann/-frau EFZ tendierst

Direkt anmelden für den Infoanlass (online):

Zürich: 29.04.2026, 17:30–18:30

Bern: 29.04.2026, 17:30–18:30

St. Gallen: 29.04.2026, 17:30–18:30

Wenn du zu Informatiker/in EFZ tendierst (Applikationsentwicklung oder Plattformentwicklung) 

Direkt anmelden für den Infoanlass (online):

Zürich: 28.04.2026, 17:30–18:30

Bern: 28.04.2026, 17:30–18:30

St. Gallen: 28.04.2026, 17:30–18:30

Wenn du unsicher bist

Wenn du zwischen zwei Wegen schwankst oder dir beim Praktikum und Profilaufbau noch die Klarheit fehlt, ist eine persönliche Beratung sinnvoll. Du erreichst die WISS Bildungsberatung unter 058 404 42 00 oder du startest über die Veranstaltungsübersicht und stellst deine Fragen im Infoanlass.